VON SKIMO BIS ZU GEMISCHTEN STAFFELN: DIE ENTWICKLUNG DER OLYMPISCHEN WINTERSPIELE

12. Februar 2026


Kategorie: Outdoor-Lebensstil, Reisen

Das letzte Mal, dass eine neue Sportart bei den Olympischen Winterspielen auftauchte, war vor fast einem Vierteljahrhundert. Bei den diesjährigen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo wurden eine völlig neue Disziplin eingeführt, aber auch sieben bestehende erweitert.

Wichtige Sportstatistiken für die Olympischen Spiele in Mailand

2002 feierte Skeleton sein Debüt in Salt Lake City, 1998 kam das Snowboarden in Nagano hinzu. In diesem Jahr wurde Skimo — die Abkürzung für Ski Mountaineering (Skibergsteigen) — in den olympischen Kader aufgenommen, wodurch sich die Gesamtzahl der Disziplinen auf sechzehn erhöht hat. Fast 3.000 Athleten werden an über hundert Medaillenwettbewerben teilnehmen, wobei die Geschlechterverteilung mit einem Frauenanteil von 47 Prozent rekordverdächtig ist.

Skibergsteigen betritt die olympische Bühne

Die weltbesten Skibergsteiger, oder Skimoers, werden zum ersten Mal auf der olympischen Bühne antreten und an den Sprintrennen der Männer und Frauen sowie an der gemischten Staffel teilnehmen.

Die Disziplin stammt von einer Form des Skifahrens ab, die seit langem in alpinem Gelände auf der ganzen Welt praktiziert wird und bei der keine Skilifte benutzt werden. Der Aufstieg wird teilweise mit Steigeisen und teilweise auf Skiern bewältigt. Synthetische Kletterfelle — so genannt, weil die frühesten historischen Versionen aus Robbenfell hergestellt wurden — werden an den Unterseiten der Skier befestigt, um beim Klettern Halt zu bieten, und dann vor der Abfahrt entfernt.

Wenngleich französische und spanische Skibergsteiger die wichtigsten Medaillenanwärter sind, hat auch der neunzehnjährige Griffin Briley aus den USA gute Chancen, um einen Platz im Finale zu kämpfen.

Veränderungen im alpinen Skisport bei den Olympischen Winterspielen 2026

Im alpinen Skisport wird erstmals ein Team-Kombinationsrennen auf der olympischen Bühne debütieren. Es ersetzt die parallelen und individuellen Kombinationsrennen der Teams und senkt die Gesamtzahl der Medaillen im alpinen Skisport von 11 auf 10. Nachdem sich Mikaela Shiffrin und Breezy Johnson bei den Weltmeisterschaften 2025 in Saalbach Gold in der Teamkombination gesichert haben, darf man auf das Abschneiden des US-amerikanischen Teams bei diesem Event gespannt sein.

Mehr Geschlechtergerechtigkeit beim Langlaufen und Skispringen

Zum ersten Mal in der Geschichte werden Langläufer unabhängig vom Geschlecht über die gleichen Entfernungen antreten. Zwölf Medaillen werden in den Rennen auf einer Länge von 7,5 bis 50 Kilometern vergeben.

Das Skispringen der Frauen wird erstmals in einem Großschanzenwettbewerb ausgetragen, der sowohl den Normalschanzen- als auch den Großschanzenwettbewerben der Männer entspricht. Allerdings werden an dem neuen Superteam-Event nur Männer teilnehmen.

Im Rennrodeln wurde der Kader um das Damendoppel erweitert, was der Disziplin die lang erwartete Parität beschert.

Weitere Veranstaltungen bei den Olympischen Winterspielen 2026

Zu den regulären Single-Moguls im Freestyle-Skiing kommt Dual-Moguls hinzu, bei dem zwei Skifahrer in einem gleichzeitigen Rennen gegeneinander antreten.

Im Skeleton besteht die neue Mixed-Team-Staffel aus einem weiblichen und einem männlichen Skater. Nach dem Gewinn der Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft 2025 gehören Mystique Ro und Austin Florian vom Team USA zu den frühen Favoriten.


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